| Extrakorporale Befruchtung - in vitro IVF lub ICSI |
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INDIKATION
Indikationsgründe für eine extrakorporale Befruchtung sind: - blockierte Eileiter - Faktoren bei Männern: verminderte Samenqualität (< 10mln/ml, <30% Spermienbewegung a + b ) - einige Formen von Endometriose - gestörte Ovulation (Ausbleiben des Eisprungs) - idiopathische Unfruchtbarkeit (aus ungeklärten Gründen) UNTERSUCHUNGEN
Bevor eine extrakorporale Befruchtung vorgenommen werden kann, müssen folgende aktuelle Untersuchungsergebnisse vorliegen:
- Blutgruppe - Hormonspiegel (FSH, LH, Estradiol in einem Zyklus von 1-2 Tagen) - Bakteriologisch-mykologischer Abstrich, Ureaplasma, Mycoplasma, Chlamydien (gültig 6 Monate) - Zytologie, Reinheit der Vagina (gültig 12 Monate) - Ultraschall der Geburtswege - Untersuchung von Spermien (Seminogramm) + Chromatyn (auf Anweisung des Arztes)
Während der Stimulation müssen folgende Untersuchungen durchgeführt werden:
- Morphologie, EKG, Urinuntersuchung – bis drei Wochen vor der Befruchtung - APTT, Na+, K+, Albumin, Kreatinin – 36 Stunden vor der Befruchtung: Stradiol, Progesteron (auf Anweisung des Arztes)
VERLAUF DER EXTRAKORPORALEN BEFRUCHTUNG
Damit eine Schwangerschaft eintreten kann, muss sich die Eizelle vom Eierstock loslösen und mit der Samenzelle vereinigen. Diese als physiologische Befruchtung bezeichnete Vereinigung erfolgt im Eileiter. Während einer Befruchtung IVF erfolgt diese Vereinigung im Labor. Nach der Inkubation werden die befruchteten Eizellen in die Gebärmutter transferiert, um sich dort weiter zu entwickeln. Steuerung Während der weibliche Organismus im Verlauf der IVF auf die Entnahme von Eizellen vorbereitet wird, werden Medikamente verabreicht, welche die Tätigkeit der Eierstöcke und die Produktion der Eizellen künstlich steuern. Darüber hinaus wird so ein zu frühes Loslösen der Eizelle verhindert. Diese Steuerung soll zu Anfang die entsprechende Entwicklung und Reife der Eizellen gewährleisten und gleichzeitig den Zeitpunkt der Entnahme bestimmen. Um sicher zu gehen, dass die Medikamente wirken, werden Blutproben entnommen, mit denen der Estradiolspiegel (Estradiol ist ein Östrogenhormon) überprüft wird. Zur Bestimmung von Größe und Anzahl der Eizellen und der Dicke des Endometriums der Gebärmutter wird ein Ultraschall der Eierstöcke angelegt. Stimulation und Beobachtung der Follikel Gonadotropine (z.B. HMG) werden verabreicht, um die Eierstöcke zur Produktion von Eizellen zu stimulieren. Gonadotropine enthalten, je nach Behandlungsvorgaben, die entsprechende Dosis an FSH oder FIH und LH /einschließlich/. Diese Hormone sind natürliche Stimulanzmittel für die Entwicklung der Eizellen. Die Gonadotropin-Behandlung dauert 1 bis 2 Wochen, wobei täglich eine entsprechende Dosis subkutan injiziert wird. Die Dauer dieser Therapie hängt von der Reaktion der Eierstöcke ab. Die Reaktion der Eierstöcke wird über Ultraschall und Tests des Östrogenspiegels im Blut kontrolliert. Wenn das USG die entsprechende Größe der Eizellen nachweist, wird HCG verabreicht, um den Abstoß der Eizellen auszulösen. Entnahme der Eizellen und Beobachtung des Embryos Die Eizellen werden 36 Stunden nach dem Injizieren von HCG entnommen. Der Vorgang beruht auf der Punktierung der Eierstöcke durch Wölbung der Scheide, was durch eine Sonde mit Biopsin-Nadel vorgenommen wird. Die Punktierung erfolgt unter ständiger USG-Kontrolle, unter Allgemeinanästhesie, und dauert ca. 10 – 20 Minuten. Die entnommenen Eizellen werden im Labor auf ihren Zustand hin überprüft. Die völlige physiologische Bewegungsfähigkeit tritt ca. 30 - 60 Minuten nach dem Eingriff ein. Eine Patientin verbleibt nach Abschluss der Entnahme noch für 1 - 2 Stunden in der Klinik.
Zeichnung: Punktierung der Eierstöcke
Abgabe des Samens
Der Samen des Ehemannes wird am Tage der Punktierung per Masturbation abgegeben, wobei eine drei- bis siebentägige Pause beim Geschlechtsverkehr einzuhalten ist. Im Falle von Schwierigkeiten bei der Samenabgabe ist es möglich, den Samen bereits früher abzugeben und diesen einzufrieren.
Befruchtung
Je nach Indikation kann die Befruchtung auf zwei Wegen stattfinden: - Befruchtung In vitro: ca. 2 - 4 Stunden nach Entnahme der Eizellen wird diesen der entsprechend vorbereitete Samen zugefügt. Nach etwa 20 Stunden lässt sich überprüfen, ob sich Ei- und Samenzellen vereinigt haben. Die entstandenen Embryonen werden zwei Tage lang in einem Inkubator kultiviert. - Intrazystoplasmatische Spermieninjektion (ICSI): ca. zwei Stunden nach Entnahme der Eizellen werden diese von den sie umgebenden Bläschen gereinigt. In das Innere jeder Eizelle wird mithilfe einer dünnen Pipette eine Samenzelle eingeführt. Nach rund 20 Stunden wird überprüft, ob die Befruchtung erfolgreich abgeschlossen wurde. Die so entstandenen Embryonen werden zwei Tage lang in einem Inkubator kultiviert. Eine Indikation zur intrazystoplasmatischen Spermieninjektion /Mikromanipulation/ bei allen Eizellen liegt vor, wenn die Zahl der Samenzellen im Sperma zu niedrig ist ( < 5ml/ml), wenn Beweglichkeit und/oder Morphologie erheblich herabgesetzt sind, oder aber auch dann, wenn zuvor durchgeführte Befruchtungen In vitro keine Embryonen hervorbringen konnten. Wenn eine der genannten Indikationen nicht vorliegt, wird in der Klinik „Macierzyñstwo” bei einem Teil der Eizellen eine Mikromanipulation /intrazystoplasmatische Spermieninjektion/ routinemäßig vorgenommen.
Zeichnung 4 Verlauf der extrakorporalen Befruchtung
Übertragung der Emryonen – Embryotransfer Ein sich richtig entwickelnder Embryo erreicht drei Tage nach der Punktierung ein achtzelliges Stadium. Für jeden Embryo wird die Zahl der Zellen bestimmt (Embryonen, die sich schneller entwickeln, werden bevorzugt implantiert). Bestimmt wird weiter die Morphologie in einer Skala von A (Embryonen mit der niedrigsten Fragmentierung, d.h. mit dem besten Entwicklungspotential) bis D. Jetzt werden die 2 - 3 am besten entwickelten Embryonen in die Gebärmutterhöhle transferiert. Dies erfolgt über einen speziellen Katheter. Der Eingriff ist schmerzfrei und wird ohne Narkose, unter ständiger Ultraschall-Kontrolle durchgeführt, wobei die Patientin eine gefüllte Urinblase haben muss. Nach dem Transfer verbleibt die Patientin noch für etwa 20 Minuten auf dem Behandlungsstuhl. Um die Chancen der Implantation eines Embryos zu erhöhen, wird Progesteron in unterschiedlicher Form und Dosis verabreicht.
Zeichnung: Verlauf des Embryotransfers
Gewöhnlich wird zwei Wochen nach dem Embryotransfer ein Schwangerschaftstest vorgenommen. Wenn dieser positiv ist, können weitere Untersuchungen, darunter auch Ultraschall, geplant werden. |
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Zeichnung: Punktierung der Eierstöcke
Zeichnung 4 Verlauf der extrakorporalen Befruchtung
Zeichnung: Verlauf des Embryotransfers